Bußgelder: Die Datenschutzbehörden werden immer aktiver!

Seit dem Start der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) im Mai 2018 hat sich viel getan.
Hin und wieder ist von einzelnen Bußgeldern zu hören.
Die deutsche Wirtschaft kämpft noch mit der Umsetzung der strengen Regelungen. Die Datenschutzbehörden werden immer aktiver. Ist die Sorge ein Bußgeld zu „kassieren“ berechtigt?

Eine Umfrage es Handelsblatts zeigt, dass im Jahr 2019 rund 187 Bußgelder auf Basis der DSGVO verhängt wurden (Stand: Mitte Dezember 2019).
Im Jahr zuvor (2018) wurden nur 40 Bußgelder ausgesprochen. Dies ist ein drastischer Anstieg.

Alle Bundesländer, außer Mecklenburg-Vorpommern, machten Angaben.
Nordrhein-Westfalen hat im Jahr 2019 insgesamt 64 Bußgelder verhängt und ist somit der Spitzenreiter. Gefolgt von Berlin mit 44, Niedersachsen mit 19, Baden-Württemberg mit 17 und Saarland mit sechs. Sachsen berichtete von zehn Bußgeldern, Sachsen-Anhalt von neun, Rheinland-Pfalz sieben, Hessen vier, Thüringen drei und Hamburg zwei. Brandenburg und Bayern verhängten jeweils ein Bußgeld.
Schleswig-Holstein und Bremen ergriffen noch keine Bußgeldmaßnahme.

Diese Statistik zeigt, dass alle Unternehmen, die personenbezogene Daten verarbeiten, spätestens jetzt den Datenschutz etablieren sollten.
Denn auch im Jahr 2020 werden die Datenschutzbehörden mit Sicherheit nicht lockerlassen.

Wie hoch ein Bußgeld werden kann oder welche anderen Sanktionen infrage kommen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Diese sind in Art. 83 DSGVO geregelt.
Zum Beispiel: Verstöße bei besonders sensiblen Daten sind teurer. Je nach Ort kann die Höhe der Bußgelder ebenfalls stark variieren.

Bußgelder können bis zu 20 Mio. Euro oder vier Prozent des weltweit erzielten Jahresumsatzes fällig werden.
In Deutschland beläuft sich das höchste Bußgeld bislang auf 14,5 Mio. Euro gegen die Immobilienfirma „Deutsche Wohnen“, gefolgt von knapp zehn Mio. Euro gegen 1&1 Drillisch.

Die Entwicklung zeigt, dass die Verhängung der Bußgelder ein immer höheres Risiko für viele Unternehmen darstellen wird.

 

Quelle: https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/dsgvo-datenschutz-verstoesse-zahl-der-bussgelder-ist-drastisch-gestiegen/25364576.html?ticket=ST-3075249-UkEGiau61cMIswCBzwL6-ap1

‹ Zurück

Kostenlose Beratung
Kostenlose Beratung

Lassen Sie sich unverbindlich und kostenlos von uns beraten.

+49 173 5354738